Klosterhof Brunshausen

Geschichte des Kloster(hof)s

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Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Brunshausen ist eine der ältesten Klosteranlagen Niedersachsens.

Die Liudolfinger, aus denen die ottonischen Könige hervorgingen, besaßen dort einen Herrenhof, auf dem sie in den 850er Jahren ihr ältestes Hauskloster begründeten. Wenig später fand das Kloster in Gandersheim seinen endgültigen Ort. Erste Äbtissin war Hathumod, die älteste Tochter des Gründerehepaares. Schon im Alter von zwölf Jahren wurde Hathumod die Leitung dieses ersten Konvents von Stiftsdamen übertragen. Zunächst siedelte man den Konvent im Kloster Brunshausen an, weil die neuen Gebäude im Tal der Gande erst 29 Jahre später fertig gestellt wurden. Bereits im 10. Jahrhundert begrüßte man in Gandersheim deutsche Könige und Kaiser. Reichsfrei, das heißt nur Papst und Kaiser verpflichtet, entwickelte sich das Stift zu einem religiös wie politisch bedeutenden Zentrum. Dort lebten Kanonissen, meistens adelige Damen, nach kirchlicher Verfassung, aber auch mit weltlichen Befugnissen. Wie Landesfürsten herrschten sie über Volk und dienstpflichtige Ritter. Es entstanden repräsentative Abteigebäude, die von einem ganzen Hofstaat aus Hofdamen, Geistlichen und Bediensteten bewohnt waren.

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Ab Sommer 1944 bis zum Kriegsende errichteten die Nationalsozialisten im westlichen Klosterflügel eine Kinderpflegestätte für osteuropäische Zwangsarbeiterinnen und im Winter 1944/45 diente die Klosterkirche außerdem als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Insassen hatten im benachbarten Rüstungsbetrieb gearbeitet. Am 4. April 1945 wurde das Außenlager evakuiert und 40 nichtmarschfähige Häftlinge in einem nahen Wald erschossen. Heute erinnert ein Kreuz im Wäldchen Richtung Clus an die Morde.